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HITK e.V.
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Dipl.-Chem. Beate Pawlowski
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Keramische Folien

Die Folientechnik als moderne keramische Formgebungstechnologie ist prädestiniert für die Herstellung dünner, ebener Keramikbauteile. Feingemahlene keramische Pulver oder andere Werkstoffe werden dabei in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten in speziellen Lösemittelgemischen unter Zusatz geeigneter Dispergatoren dispergiert, mit organischen Bindern und Weichmachern versetzt und zu einem viskosen Gießschlicker verarbeitet. Die Formgebung erfolgt nach dem doctor- blade- Verfahren, wobei der auf eine sich bewegende Gießunterlage aufgegebene Gießschlicker unter feststehenden Rakelmessern hindurchgezogen wird.
Bei der sich unmittelbar an die Formgebung anschließenden Trocknung wird das Lösemittel vollständig entfernt , und es entsteht eine flexible, schneid- und stanzbare Grünfolie. Diese Folie enthält je nach verarbeitetem Werkstoff und technologischen Erfordernissen 10- 20 % organische Bestandteile, die beim Sintern durch exakte Steuerung des Entbinderungs- und Sinterregimes restlos entfernt werden.
Das Ergebnis dessen ist eine ebene, sehr dünne Keramik. Die Höhe der gegossenen Folie ist durch geeignete Einstellung der Schlickerrheologie und des Rakelspaltes beeinflußbar, die Breite der Folie wird durch die Dimensionierung des Gießkastens bestimmt. Durch Zusammenpressen solcher Folienstücke unter Temperatur sind Laminate herstellbar, die die n-fache Höhe der Einzelfolien besitzen und nach dem Sintern einen homogenen Körper bilden.
Keramische Folien können aus nahezu allen keramischen Werksstoffen hergestellt werden, sofern die Pulver ausreichend feingemahlen vorliegen und eine möglichst enge Korngrößenverteilung besitzen.

Unser spezielles know-how betrifft
Unser Angebot
Die in unserem Folienlabor vorhandene Technik eignet sich zur Durchführung von Entwicklungsaufgaben:
  • Herstellung von Mustern
  • Kleinserienfertigung
  • Weiterverarbeitung dieser Folien durch:
    • - Schneiden
      - Stanzen
      - Lasern
      - Laminieren
      - Sintern
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, aus Werkstoffen Ihrer Wahl und für die unterschiedlichsten Einsatzfälle keramische Folien von etwa 100 µm bis 1mm Höhe und Breiten bis 30 cm entwickeln bzw. herstellen zu lassen und geben Ihnen darüber hinaus Unterstützung bei der Weiterverarbeitung und Applikation.


Poröse Substrate

Material Offene Porösität Mittlere Porengröße
α-Al2O3 ca. 43 % ca. 5,0 µm
ca. 38 % ca. 2,5 µm
ca. 28 % ca. 1,8 µm
ZrO2 ca. 43 % ca. 5 µm
TiO2 ca. 42 % ca. 4 µm
Abmessungen für poröse, gesinterte Substrate aus α-Al2O3, ZrO2 und TiO2 :

Dicke: 200 µm - 3 mm
Länge x Breite: bis max. 100 mm x 100 mm
Durchmesser: max. d = 120 mm

LTCC - Folien

Foliendicke: 30 - 250 µm
Breite: 300 mm

Spezifikation Bezeichnung Besonderheiten Sintertemperatur
Basis Tape GK - Folie 120 µm dick
190 µm dick
ca. 850 °C
Anodisch bondbares Tape BGK - Folie an Si angepasster WAK, 120 µm dick ca. 850 °C


Spezialfolien

Foliendicke: 100 - 800 µm
Breite: 300 mm

Magnetfolie Dicke Magnetische Kenndaten
MQP-S-Folie 150 - 500 µm BR = 440 mT
IHC = 750 kA/m
MQP-B-Folie 100 - 500 µm BR = 350 mT
IHC = 325 kA/m
MQP-16-7-Folie 100 - 500 µm BR = 370 mT
IHC = 450 kA/m